DOK.lab

Autorenwerkstatt Non-Fiction
Nächster Kursstart: 27./28. Februar 2016
Bewerbungsfrist: 4. Januar 2016

Gemeinsam mit Experten der Branche haben wir das DOK.lab entwickelt. Diese Autorenwerkstatt für non-fiktionale Stoffe bietet angehenden Dokumentarfilmern und solchen mit ersten Erfahrungen Gelegenheit, ihr aktuelles Projekt unter professioneller Anleitung voranzutreiben und abhängig vom Produktionsstadium auf die nächste Stufe zu heben.

Leitung

Bettina BraunBettina Braun studierte Art & Design in London und Mediengestaltung an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Für ihre filmische Langzeitbeobachtung „Was lebst du? – Was du willst – Wo stehst du?“ erhielt sie 2013 den Grimme-Preis „Spezial“ in der Kategorie Information/Kultur, der erste Teil der Trilogie wurde daneben u.a. auch mit dem Film+-Preis für den besten Dokumentarfilmschnitt, dem Phoenix-Dokumentarfilmpreis und dem Publikumspreis der Duisburger Filmwoche ausgezeichnet. Die Trägerin des Förderpreises des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler in der Sparte Film ist Gründungsmitglied des Kölner Dokumentarfilm-Frauen-Netzwerks LaDoc und Mitglied im Vorstand des Filmbüro NW.
www.filmdokument.de

Ergänzt werden die Wochenenden durch Gäste aus der Filmbranche wie Filmförderer, Redakteure, Produzenten oder Filmverleiher, die ihr jeweiliges Arbeitsgebiet vorstellen.

Termine

  • 27./28. Februar 2016
  • 9./10. April 2016
  • 21./22. Mai 2016
  • 2./3. Juli 2016
  • 27./28. August 2016
  • 29./30. Oktober 2016

Zielgruppe

Das Angebot des projektbegleitenden DOK.labs richtet sich gleichermaßen an Autoren, Journalisten, Kameraleute, Tonleute, Editoren und andere Filmschaffende sowie an Mitarbeiter von Fernsehredaktionen, Öffentlichkeitsarbeiter von Unternehmen, Vereinen und Institutionen und auch an Autodidakten. Erfahrungen im Bereich der professionellen Filmproduktion sind wünschenswert, jedoch keine Bedingung für die Teilnahme. Entscheidend ist ein ausreichendes Maß an Entschlossenheit und Leidenschaft, um auch die schwierigen Phasen des Filmprojektes erfolgreich zu meistern.
Die Zusammensetzung der Gruppe gewährleistet, dass Projekte in unterschiedlichen Stadien zur Weiterentwicklung vorliegen und der intensive Austausch untereinander ein hohes Maß an gegenseitiger Inspiration ermöglicht. So entwickeln die Teilnehmer nicht nur ihr eigenes Projekt weiter, sondern profitieren gleichzeitig vom Fortschritt der anderen und erweitern ihren Erfahrungshorizont über ihr eigenes dokumentarisches Projekt hinaus.
Interessenten, die den Status ihres Projektes in einem der folgenden vier Beispiele wiedererkennen, sind zur Bewerbung eingeladen:

  • Die Projektskizze (1 Seite) liegt vor: Ziel ist die recherchebasierte Entwicklung des Stoffes und die Erstellung eines ausführlichen Treatments (ca. 30 Seiten) zur Projektpräsentation, ggf. auch die Herstellung eines Video-Teasers zum Projekt.
  • Das Treatment liegt vor: Ziel ist die Erstellung einer Kalkulation und eines Realisierungsplans, ggfs. auch eines Finanzierungsplans.
  • Das Rohmaterial liegt vor: Ziel ist die Entwicklung eines Herstellungsplans für die Postproduktion, eines Konzeptes für die Montage und die Erstellung des Rohschnitts, ggfs. auch der Endfassung.
  • Der Rohschnitt liegt vor: Ziel ist die Herstellung der Endfassung des Films sowie die Entwicklung möglicher Vermarktungsstrategien.

Inhalte

Die Zahl der Fragen, die sich dem Filmemacher im Laufe eines Projektes stellen, ist nahezu unendlich:

  • Wie schreibe ich ein Exposé?
  • Wie gehe ich bei der Recherche vor?
  • Wie finde ich die richtigen Protagonisten?
  • Wie entwickle ich den Stoff und das Treatment?
  • Was ist die dramaturgische Leitlinie der Geschichte?
  • Welche filmische Form ist die richtige für mein Thema?
  • Eignet sich der Stoff für einen kurzen, mittellangen oder langen Film?
  • Gibt es eine Fernsehredaktion, für die das Projekt interessant ist?
  • Hat mein Film Kinopotential?
  • Wo könnte ich finanzielle Mittel für die Finanzierung finden?
  • Wie präsentiere ich mein Projekt vor potentiellen Geldgebern oder Filmförderungen?
  • Wie erstelle ich eine Kalkulation und einen Finanzierungsplan?
  • Wie finde ich die dramaturgische Struktur in meinen 100 Stunden Rohmaterial wieder?
  • Welche Auswertungsmöglichkeiten gibt es für meinen Film?

Antworten auf diese und viele andere Fragen erhalten die Teilnehmer im Rahmen des DOK.lab. Hier treffen die teilnehmenden Dokumentarfilmemacher mit ihren Projekten an sechs Wochenenden aufeinander, um sich über alle diese Themen und die entsprechenden Arbeitsprozesse mit Gleichgesinnten auszutauschen und unter professioneller Anleitung gemeinsam Lösungen zu finden, die unmittelbar der Weiterentwicklung des eigenen Filmprojekts dienen. So schafft das DOK.lab z.B. die Gelegenheit, eine schon lange gehegte Idee für einen Dokumentarfilm oder ein bereits in Arbeit befindliches Projekt voranzutreiben.

Ablauf und Abschluss

Die Projekte werden über einen Zeitraum von ca. fünf Monaten an sechs Wochenenden in der Gruppe präsentiert und anschließend unter professioneller Anleitung ausführlich besprochen. Dabei erarbeiten die Teilnehmer im geschützten Raum des DOK.lab individuell die passende Vorgehensweise, wie ihr Film den eigenen Vorstellungen entsprechend realisiert werden kann.
Die Abstände zwischen den Wochenenden von jeweils ca. einem Monat dienen dazu, den Teilnehmern die Umsetzung der anvisierten Ziele bis zum nächsten Termin zu ermöglichen. Je mehr Zeit und Energie die Teilnehmer auf ihr Projekt verwenden können, desto weiter werden sie es in diesem Zeitraum entwickeln.
Bei Abschluss erhalten die DOK.lab-Absolventen von uns ein Zertifikat. Dessen Übergabe erfolgt im Rahmen einer Abschlusspräsentation, bei der die Teilnehmer ihre Projekte der interessierten Öffentlichkeit vorstellen.

Qualitätssicherung

Sowohl das DOK.lab als auch wir als Maßnahmenträger sind durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), einer von der Bundesagentur für Arbeit als fachkundig anerkannten Stelle, nach der AZAV zertifiziert. Außerdem sind wir anerkannt nach dem nordrhein-westfälischen Weiterbildungsgesetz und gehören wir der Qualitätsgemeinschaft Berufliche Bildung Region Köln e.V. an.

Kosten und Förderung

Weiterbildung in Deutschland wird vielfältig gefördert – auf www.filmseminare.de/finanzierung findet sich eine laufend aktualisierte Übersicht aller uns bekannten Förderprogramme. Für diese Autorenwerkstatt sind besonders die Gutscheine der Bildungsprämie und die aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierten Bildungsschecks der Bundesländer interessant.
Der Teilnehmerbeitrag für das DOK.lab beläuft sich auf 2.200 Euro, zahlbar in fünf Monatsraten. Bei Zahlung des vollen Betrags vor Kursbeginn wird Rabatt gewährt. Umsatzsteuer fällt nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG nicht an. In dem Betrag enthalten ist die Akkreditierung zu einer öffentlichen Branchenveranstaltung wie z.B. einem Dokumentarfilmfestival.
Um gerade kleine und mittlere Produktionsfirmen bei der betrieblichen Weiterbildung ihrer festen und freien Mitarbeiter zu unterstützen, gewähren wir den Mitgliedsfirmen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen e.V. einen Rabatt von über 15 Prozent. Die auf die Produktionsfirma entfallenden Kosten für diese Autorenwerkstatt belaufen sich daher nur auf 1.860 Euro je Teilnehmer.

Bewerbung

Die Aufnahme mit eigenem Projekt erfolgt nach einer schriftlichen Bewerbung und evtl. einem persönlichen Auswahlgespräch. In der Bewerbungsmappe sollten folgende Dokumente enthalten sein:

  • Kurzbiografie
  • Filmografie (falls vorhanden)
  • Beschreibung des dokumentarischen Filmvorhabens (zwei Seiten)
  • Kurze Beschreibung der Vorkenntnisse im Filmbereich (falls vorhanden)
  • Motivation zur Teilnahme (max. eine halbe Seite)

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen bis zum 4. Januar 2016 an Maren Elbrechtz.

Download

Informationsbroschüre „DOK.lab“

PS.

Die gleiche Autorenwerkstatt gibt es übrigens auch in Berlin-Babelsberg und München